Neben dem aktiven Einsatz im Motorsport und bei den eigenen Veranstaltungen sind die Mitglieder des MSC Kempenich auch in der Streckensicherung bei diversen Veranstaltungen aktiv. Das Spektrum reicht von Clubrallyes bis zur Formel 1.
Zwei Mal im Jahr, bei der Eifel-Rallye und der Rallye Deutschland, treten sie in Horden auf um die Zuschauer vor sich selbst zu schützen. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit den Vorabend beim gemütlichen Zusammensein mit lecker Essen und Trinken zu verbringen. Im Folgenden wird einwenig über diese Einsätze berichtet.
Bei der Eifel-Rallye ist der MSC Kempenich in der Veranstaltergemeinschaft. Neben organisatorischen Aufgaben zeichnet er für die Sicherung der Wertungsprüfung (WP) Gerolsteiner Land verantwortlich. Dies hat zur Folge, dass der Einsatz schon am Freitagmittag mit dem Aufbau der WP beginnt. Unter der Fuchtel unseres WP-Leiters Willi Frank werden Start und Ziel aufgebaut, Wege abgesperrt und die Streckenposten markiert. Mal so zwischendurch zur Erklärung. Der Streckenposten ist ein Punkt an der Strecke an Veranstaltung, ein oder mehrere Sportwart/ e aufhalten um die Teilnehmer im Gefahrenfall zu waren bzw. vor den Zuschauern und ähnlichem zuschützen. Wir gehen also nicht hin und markieren unsere Sportwarte!
Danach beginnt der gemütlich Teil des Tages. Das Lager in Büscheich wird so langsam in betrieb genommen. Für gewöhnlich heißt das Kaffe kochen da Essen, Trinken und der Rest der "Frühstarter" erst am späten Nachmittag eintrudeln.
Die Ausrüstung wird von Jahr zu Jahr verbessert. Dieses Jahr war zum ersten Mal ein Notstromaggregat im Einsatz. Die Beleuchtung am Abend sowie das Kaffe kochen am nächsten Tag, was zugegebener maßen mit einem Gaskocher für ca. 20 Leute ziemlich zäh ist, war damit sichergestellt. Man darf nur gespannt sein wann eine Spülmaschine und eine Dusche den Weg nach Büscheich finden.
Sobald die Notwendige Ausrüstung vor Ort ist wird das Abendessen vorbereitet. Der Einsatz einer Lötlampe beschleunigt das Anlegen eines Feuers enorm. Schwierig wird es nur wenn das Dreibein des Schwenkgrills unvermutet zu eigenem Leben erwacht was den erfahrenen Camper aber nur kurzzeitig irritiert. Die Zeit bis zum Essen wird mit ausruhen, einrichten, testen (auch ein Notstromaggregat hat das Recht zum zicken) und spässle machen überbrückt. Tja und dann, dann wird's gemütlich.
Die Nacht ist kurz den am Samstagmorgen geht's früh los und man(n) und Frau wollen noch die Nase pudern, frühstücken und aufräumen. Außerdem treffen die restlichen Sportwarte ein. Bevor es an die WP geht hat unser Willi seinen großen Auftritt beim einteilen der Sportwarte und -innen sowie dem verteilen der Ausrüstung.
Die WP als solche ist optimal, sprich ohne besondere Vorkommnisse, verlaufen. Im Teilnehmerfeld der aktuellen Fahrzeuge waren unser Mitglieder Frank Färber und Carmen Freiberger unterwegs. Am Ende belegten sie den zweiten. Platz. In diesem Jahr waren bei den historischen Fahrzeugen, die der Autor immer wieder gerne sieht, quasi die gesamte Palette der Audi Quattro am Start.
Traditionell endet der Einsatz mit dem gemeinsamen Streckenabbau und Reste essen.
Hier geht's zu den Bilder der Eifel-Rallye 2006 - Sportwart-Edition
Der Ablauf des Einsatzes entspricht im Grunde genommen dem der Eifel-Rallye mit dem Unterschied dass die Sportwarte hier nur ein Teil einer WP sichern und einige Sportwarte an zwei Tagen im Einsatz sind.
Es wird sich am Abend vorher zum grillen und fachsimpeln getroffen. Selbstredend inklusive Zelt, Zickengrill, Notstromaggregat und Toilette. Ein mindest Maß an Bequemlichkeit muss schließlich sein.
Für Unterhaltung sorgt in diesem Jahr ein benzinbetriebenes ferngesteuertes Auto, das allen Anstrengungen trotzte und den Dienst verweigerte.
Am Tag der Veranstaltung zeigten sich deutlich die guten Beziehungen zum Wettergott. Zum Frühstück und in der Pause Regen was aber im Zelt und Auto kein Problem darstellte. Während der WP's trocken was das Sichern der Strecke sowie den Umgang mit den Zuschauern einfach macht.
Das die Profis in ihren Fahrzeugen spektakulären Motorsport liefern davon geht man ja aus aber genau so spektakulär ist es, in den steilen Weinbergen der Mosel, einen fliegenden Hubschrauber von oben zu betrachten.
Pflegeleichte Zuschauer (und das geht auch ganz anders) super Motorsport und der Flair der Rallye WM machen diesen Einsatz jedes Jahr zum Erlebnis.
Hier geht's zu den Bilder der Deutschland Rallye 2006 - Sportwart-Edition
| [ ↑ ] | Stand 27.02.2007 |