
Alle zwei Jahre weist der Veranstaltungskalender des MSC Kempenich eine zusätzliche Position auf. Es ist Zugjahr in Kempenich und die Teilnahme ist eine Pflicht, der sehr gerne nachgekommen wird. Als weiterer Ansporn kam hinzu, dass auch in diesem Jahr mit Winfried Schäfer als Prinz Winfried I. vom ahle Weiher mit seiner Prinzessin Jutta vom Himmelesch ein Mitglied des MSC Kempenich seine zweijährige Regentschaft angetreten hatte.
Motorsportler sind, wie der Name schon verrät, Sportler, die nur motorisiert zu bewegen sind. Ohne den Geruch von öl und Benzin selbst wenn er nur von einem Traktor kommt läuft bei einem Motorsportler im Leben nie nichts. Für den Zug musste also ein Wagen her. Nun ist es mittlerweile so, dass der Platz zum Eigenbau eines Wagens sehr beschränkt ist. Deshalb haben wir uns bei anderen Vereinen umgesehen, die den zum einlagern der Karnevalswagen notwendigen Platz haben und sind in Urmitz fündig geworden. "Apres Ski" war das Motto und hatte, "sehr wichtig", ein Pullerhäuschen an Bord.
Da auch der Prinz in Urmitz fündig wurde ging es am 18.02. in einer Fahrgemeinschaft nach Urmitz zum Abholen der Wagen. Kaum waren die Wagen angehängt fing es an zu regen und später zu schneien. Kaum in Kempenich angekommen klärte sich das Wetter. Dafür war, zum Ausgleich, der Standort unseres Wagens unklar. Nach einer Sonderfahrt zum Industriegebiet und zurück zur Firma Maschinenbau und Autohaus H. Grones erreichte unser Wagen sein Ziel.


An dieser Stelle möchte ich der Firma Maschinenbau und Autohaus H. Grones im Namen des MSC Kempenich unseren ganz besonderen Dank dafür aussprechen, dass wir unseren Wagen dort unterstellen und die Räumlichkeiten nutzen durften.
Die Woche vor dem Zug war mit der Ausführung der notwendigen Reparaturen ausgefüllt. Pappmaschee und Regen sowie Styropor und Wind passen halt nicht zusammen. Die Form des Wagens erforderte auch ein paar artistische Einlagen. Wie soll's auch anders sein, da wo man leicht hinkommt, waren nur Kleinigkeiten zur reparieren.
Für den Nachbau der Eiszapfen, in der klassischen Form spitz und lang, war unser Karnevalskoordinationsmanager zuständig. Wie man dies von einem Bänker erwarten darf, entledigte er sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe perfekt. Hier muss ein weiteres Danke ausgesprochen werden. Otto Gros hat sich wirklich sehr gut um die Organisation der notwendigen Dinge gekümmert.
Für die, ich sach jetzt Mal, Rekonstruktion der verlustig gegangenen Schneemänner waren unsere Chefdesignerinnen im Einsatz. Lass Mädels Männer bauen und seien sie auch nur aus Styropor die Ergebnisse haben es in sich. Nee, dies muss in dem Fall an sich heißen. Guckst Du hier nach dem überblick.


Die Detailansichten der Herren Spaß und Bremse findet ihr in der Bildergalerie.
Apres Ski, Berge und Schnee rufen ja förmlich nach einem Schlitten. Diesem Thema hatten sich Frank Friedsam und Ralf Mauer gewidmet. In einer Nacht und Nebel Aktion haben die Beiden noch ganz schnell einen Schlitten zusammen gebaut.
Abgeschlossen wurden die Vorbereitungen am Samstag vor dem Zug. Die letzten Aktivitäten waren die Installation und der Test der Beschallungsanlage, das Verstauen des Wurfmaterials sowie das Verladen der Getränke.


Der Sonntag begann traditionell um 12:00 Uhr mit dem Gulaschsuppen essen. Gut gestärkt und somit bestens vorbereitet wurde unser Wagen bestiegen. Die Mädels korrigieren ?, verbessern ?, perfektionieren ? ihr Aussehen!! - Es ist verdammt schwer attraktives noch attraktiver zumachen - schließlich muss ja alles stimmen.


Die Fahrt in die Startaufstellung wurde, wir standen ja kurz vorm meteorologischen Frühlingsanfang, bei reichlich Minusgraden und ganz leichtem Schneefall angetreten. Eigentlich sollte man sich ja bei dem Motto "Apres Ski" über diese Witterungsverhältnisse freuen, müssen muss man das aber nicht wirklich. Hui war der Fahrtwind frisch und kräftig. Ohne Erlaubnis entfernte sich der Hut des Autors und schon ist eine sportliche, nicht motorisierte Höchstleistung, 100 m Sprint, angesagt - ätsch da gibt es keine Bilder von. Dass das Ein oder Andere "Stunden später" deutlich zu vernehmen war, hat den Autor dann doch irgendwie getroffen.
Von der Zugbegeleitung wurden wir in unsere Position eingewiesen. Wir werden von den Positionen 15 und 16 in das närrische Rennen aufnehmen. Jetzt war die Zeit sich die anderen Wagen und Fußgruppen anzusehen. Des weitern musste auch noch unsere Position 16 mit dem Schlitten besetzt werden. Die Jungs von der Transporteinheit machten irgendwie einen ziemlich geschafften Eindruck als sie mit dem Schlitten eintrafen. Dies war aber bei dem, für die Ewigkeit gebautem, Teil kein Wunder.


Das Warten auf die Abfahrt verkürzt DJ Ralf, unser Willi-Nator, mit spitzen Apres Ski Musik und wohl eingelegten Vitamine - Williamsbirnen in artgerechter Haltung. Selbst ein Elferratsmitglied konnte den geballten Verlockungen nicht wieder stehen.


Mittendrin und nicht Außen vor ging's irgendwann nach 14:11 Uhr auf die Piste. Von Wagen und Schlitten wurde das närrische Volk am Zugweg mit diversem Wurfmaterial versorgt. Dem immer gleichen Weg folgend löste sich der Zug, nach einem letzten heftigen Karamellenregen, in der Burgstraße auf.
Vom Zugende ging es, natürlich mit dem Schlitten, zum abfeiern in die Leyberghalle. Eine gelungene und runde Sache fand hier ihren Abschluss. Wie zu hören war soll das Eine oder Andere MSC Mitglied beim schließen der Halle dabei gewesen sein. Es kann sich dabei natürlich auch um ganz, ganz üble Gerüchte handeln.
Zu den Bildern vom Zug und vom Bau
| [ ↑ ] | Stand 05.03.2007 |